Eimer

Fragt man Neulinge der Aquaristik, welches Hilfsmittel  unverzichtbar sei, so wird das Gros wohl zu allererst den Eimer benennen. Tatsächlich ist
der Eimer das wohl simpelste Instrument des Aquarianers, aber auch bei diesem kann sich der Einsteiger in die Aquaristik das ein oder andere ärgerliche Ereignis ersparen.

Einführung I: Wofür Sie KEINEN Eimer benötigen: Wasserwechsel

Wenn Sie diese Seiten aufmerksam gelesen haben, werden Sie sich erinnern, dass gerade beim Einstieg in die Aquaristik häufiges Wasserwechseln ein Muss ist. Als Anfänger sollte man im neuen Aquarium – je nach Beckengröße – wöchentlich zwischen 25 und 50 Prozent seines Beckenwassers wechseln, da Schadstoffe noch nicht so effizient wie in einem stabilen Aquarium abgebaut werden können.

Das kann zur Schlepperei werden, insbesondere, wenn man vernünftigerweise ein etwas größeres Aquarium angeschafft hat.*

Selbst bei einem Einsteiger-Becken mit nur etwa 80cm Kantenlänge und um die 100 Litern Wasser, sind beim empfohlenen Wasserwechsel wöchentlich 6-10 Gänge zum Wasserhahn und zurück notwendig!

Wenn man einen frustrierten Aussteiger aus der Aquaristik nach seinen Gründen das Hobby aufzugeben befragt, wird häufig der hohe Aufwand aus Ursache benannt. Bohrt man weiter nach, findet man heraus, dass eben jenes Eimer-Schleppen und Eimer-Verschütten war, dass dem Aquarianer die Freude an den Fischen genommen hat.

Ich habe es bereits beim Thema Mulmsauger getan und tue es hiermit wieder, ich empfehle JBLs Aqua In-Out-System:

Produktempfehlung I:

Aqua In Out (JBL)

Rückhaltlos empfehlen kann ich dagegen das In-Out Komplett-Set der Firma JBL.

http://www.amazon.de/gp/product/B001B5UR6K/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B001B5UR6K&linkCode=as2&tag=erstesaquarum-21&linkId=YE4Y5PNRWFG2Y52Z

Dieses Absaugset ist teurer als die oben vorgestellten. Doch wer bei einem 120 Liter einen Wasserwechsel im Umfang von ca. 50% machen möchte, was der empfohlenen wöchentlichen Tauschmenge entspricht, wird es schnell zu schätzen wissen:

Sechs 10-Liter-Eimer altes Aquarienwasser ins Bad zu tragen und die selbe Menge an Frischwasser zum Becken schleppen kann auch dem größten Enthusiasten die Freude am Hobby verderben!

Das In-Out-Set funktioniert so: Die Mulmglocke wird im Becken befestigt. Der Schlauch, 8 Meter lang, zum Waschbecken oder zur Badewanne geführt und dort mit dem Wasserauslass verschraubt. Das Wasser wird kurz aufgedreht und ein Unterdruck erzeugt. Danach fließt das Wasser aus dem Aquarium ohne weiteres Zutun ab.

Möchte man frisches Wasser ins Becken zuführen, schließt man eine Stellschraube des Aqua-In-Out-Systems und schon fließt das Wasser. Wer in einer großen Wohnung wohnt oder das Becken im Keller zu stehen hat, kann beim Verlängerungsset zugreifen, wobei man hier auch einfach einen 16/22 Schlauch kaufen kann, was deutlich billiger kommt.

Das Produktvideo von JBL mutet ein wenig seltsam an, erklärt die Funktionen des Aqua-In-Out-Systems anschaulich:

Einschätzung:


In meiner langen Zeit als Aquarianer habe ich viele sinnlose „Spielereien“ angeschafft. Das Aqua-In-Out gehört definitiv nicht dazu. Es erspart Kreuzschmerzen von schweren Eimern, Pfützen auf dem Wohnzimmer-Parkett und damit viel Ärger. Ab einer Beckenlänge von 80cm würde ich es absolut empfehlen.

Einführung II: Wofür Sie wirklich EINEN Eimer benötigen: Fische einsetzen.

Wofür braucht man ihn also dann, den Eimer, der wie kein anderer Gegenstand mit der Aquaristik assoziert wird?

Der einzig echte Grund als Aquarianer einen Eimer zu besitzen ist das Einsetzen der Fische, das ich an anderer Stelle näher erklären werde. An dieser Stelle möchte ich lediglich konstatieren, dass die Idee den Transportbeutel ins Beckenwasser zu hängen und anschließend das Transportwasser ins Becken zu geben GROBER UNFUG ist.

Lass dich auch nicht dazu verführen, einen „speziellen Aquarieneimer“ zu kaufen. Der Einzige der von so etwas profitiert ist der Zoofachhändler.

Produktempfehlung II: Der Baueimer

Für haben sich simple Bau-Eimer bewährt und das aus mehreren Gründen: 

  1. Sie sind aus stabilerem Plastik als die normalen „Putz-Eimer“, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn Mitbewohner auf vier Pfoten hat, die die neugierige Schnauze gerne, in herumstehende Fischeimer stecken.
  2. Sie sind günstig.
  3. Sie haben meist flache Böden. Wer schon einmal versucht hat einen flinken Zwergpanzerwels (zB Corydoras habrosus) oder eine flinke Garnele mit einem Kescher in einem Putzeimer mit gewölbtem Boden zu fangen, wird verstehen, was ich meine.
  4. Sie haben meist dunkle Farben. Für Fische bedeutet das Umgesetzt werden extremen Stress. Dieser kann – so die Theorie – durch dunkle Eimer reduziert werden.
  5. Die Gefahr den Eimer mit dem Putzeimer zu verwechseln (für gewöhnlich der Exitus für Ihre neuen Fische) ist etwas geringer.

 

Einschätzung:

Ersparen Sie sich teure „Spezialprodukte“ und achten Sie darauf, einen simplen, stabilen Eimer zu kaufen. – Das Beispielbild oben ist also – obwohl recht anschaulich – nur sehr bedingt tauglich!


* eine Ausnahme bilden natürlich sogenannte Nano-Becken bzw. die 60-Liter-Kleinbecken, deren Anschaffung ich aber für Neulinge nur bedingt empfehlen würde.

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